Das heutige Bebertal besteht aus vier früher selbständigen Gemeinden im Tal der Beber, die 1950 zusammengeschlossen wurden: Dönstedt, Alvensleben Markt, Alvensleben Dorf sowie Alvensleben Veltheimsburg. Markt Alvensleben entstand im 13. Jahrhundert als planmäßig angelegte Kaufmanns- und Handwerkersiedlung im Schutze der Burg. Es wird 1259 als "oppidum", 1363 als "Stadt" bezeichnet und 1499 mit zwei Toren befestigt. Der umfangreiche Burgkomplex ist seit Anfang des 13. Jahrhunderts bezeugt und umschloss vermutlich drei Burgen. Seit 1180 war die Hauptburg im Besitz der Bischöfe von Halberstadt. Aus dem Mittelalter sind der Bergfried und ein Rest der Kernburg mit rundbogigen Wandöffnungen und dreifach gekuppeltem Fenster mit Kleeblattbögen erhalten. Der runde Bergfried aus Porphyrquadern hat einen Einstieg in fast 11 m Höhe und einen Durchmesser von 9,8 m. Der heutige ebenerdige Zugang ist ebenso wie der Zinnenkranz neueren Ursprungs. Besucher können den Turm am Wochenende erklimmen und weit ins Tal der Beber hinabsehen. Das Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert ist ein schlichter Putzbau mit dem Wappen der Familie Alvensleben im Giebel. Ihm stehen zwei Erweiterungsbauten von 1882 und von 1910 zur Seite. Das neue Schloss von 1882 ist aufwendig im Stil der Neorenaissance errichtet worden und der eigentliche Schmuck der neueren Anlage. Teile der Vorburg, als Wirtschaftshof genutzt, vervollständigen den Burgkomplex. Er befindet sich in Privateigentum und wird gemeinsam mit dem örtlichen Kulturverein genutzt. Besucher können die Außenanlagen jederzeit besichtigen. Gartenfestivals, Vorträge, Führungen, Flohmärkte und ein Schloss-Café laden zu zahlreichen Terminen Gäste ein. Verliebte können auf der Burg auch heiraten. |
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