1267 wird zum ersten Male eine Burg in Oebisfelde erwähnt. Sie dient dem Schutze des Aller-Übergangs. Die Befestigungsanlage thront mitten im sumpfigen Drömling, eine gute Verteidigungssituation. Um 1300 wird die Burg in die mittelalterliche Stadtanlage Oebisfeldes einbezogen. Noch heute findet man sie dort: nahe am Stadtzentrum mit Marktplatz und Rathaus mit Roland. Die Wälle um die Anlage wurden jedoch erst 1710 eingeebnet. Der 27 m hohe quadratische Bergfried mit 2,50 m dicken Grundmauern sieht über Burg und Stadt hinweg. Ebenso wie ein Großteil der Burggebäude ist er aus Bruchsteinen erbaut. Der Wehrturm wurde nach 1938 über Jahrzehnte als Wasserturm genutzt. Die Burchsteinfassaden des Komplexes sind mit niederdeutschen Fachwerkbauten ergänzt. Der größte Fachwerkbau beherbergt die Oebisfelder Heimatstube, die einen Besuch lohnt. Auf dem Burghof sind verschiedene alte Ackergeräte ausgestellt. In der Burg befinden sich heute neben der Heimatstube auch die Bibliothek, das Stadtarchiv und verschiedene Ämter der Verwaltungsgemeinschaft. Die Gebäude sind fachgerecht restauriert worden. Besonders stolz sind die Oebisfelder dabei auf den Festsaal. Die Außenanlagen sind neu verputzt und liebevoll begrünt. An und in der Burg finden über das Jahr verteilt zahlreiche Veranstaltungen statt. Konzerte, mittelalterliche Spektakel und Stadtfeste ziehen Besucher aus der gesamten Region nach Oebisfelde. |
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