Der venezianische Feldmarschall und deutsche Reichsgraf Johann Matthias von der Schulenburg gilt als Retter Korfus. Ein großes Denkmal erinnert dort an ihn. Seine sterblichen Überreste werden in einem weißen Marmorsarg in Venedig aufbewahrt. Er ist einer der berühmtesten Vertreter eines angesehenen Herrschaftshauses mit Stammsitz in: Emden/Ohrekreis! Der tapfere Graf wurde am 8. August 1661 in Emden geboren. (Nach Gerhard Dörfer: Heimatkundliche Wanderungen im Ohrekreis 2001) Das heutige Gutshaus in Emden entstand zur Jugendzeit von Johann Matthias im Jahre 1676. Es ist ein schlichter Putzbau von 12 Achsen. Über dem Rokoko-Portal fällt das Allianzwappen der Familien von der Schulenburg und von Stammern auf. Auf der Gartenseite des Herrenhauses führen Freitreppen in den natürlich gestalteten Park. Die Wirtschaftsgebäude des Gutes sind überwiegend aus unregelmäßigen Rotsandsteinen gemauert. Das trifft auch auf den dreigeschossigen Verwaltungsbau zu, der 1794/95 unter Leitung von J. G. Stauch errichtet wurde. Das Herrenhaus wurde in den letzten Jahrzehnten überwiegend als Altersheim genutzt. Der Landkreis Ohrekreis als Eigentümer ermittelt derzeit neue Nutzungsmöglichkeiten und nimmt auch Kaufangebote entgegen. Neben dem Herrenhaus steht die Dorfkirche, welche sich als einzige in der Region den mittelalterlichen Grundriss mit Schiff, Chor, Apsis und auch Westquerturm bewahrt hat. Nach Süden ist die Sakristei, nach Norden die Patronatsloge angebaut. Die innere hölzerne Ausstattung stammt aus der Barockzeit. Mehrere Epitaphien erinnern an die Herrschaftsfamilie von der Schulenburg. Emden selbst wurde bereits 1022 als Emmode (Bach/Mündung) erstmals urkundlich erwähnt. 1226 wird der Name "Emmede" aufgezeichnet. |
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