Das Gut Detzel in der Gemarkung Satuelle ist malerisch in der Ohreniederung gelegen und wurde bereits 937 erstmals urkundlich erwähnt. Oberhalb des Gutes befindet sich das Schloss Detzel, an dessen Entwurf der berühmte Architekt und Mitbegründer der preußischen Denkmalpflege Karl Friedrich Schinkel mitgewirkt haben soll. Schinkel, 1781 in Neuruppin geboren, war seit 1815 als Baumeister tätig. Seine Hauptwerke finden sich in Berlin: Neue Wache, Schauspielhaus und Altes Museum, Nikolai-Kirche Potsdam, Humboldt-Schloss in Berlin-Tegel, Charlottenhof bei Sanssouci und weitere. Der Baron von Bonin ließ das Herrenhaus in Detzel nach dem Vorbild des Schlosses Babelsberg bei Potsdam errichten. 1844 entstand der zweigeschossige Backsteinputzbau im neugotischen Stil. Das Schlösschen weist Seitenrisaliten an den vier Ecken und einen achteckigen von Zinnen bekrönten Turm auf. Im Inneren des ersten Turmobergeschosses ist eine neogotische Vertäfelung erhalten. Das Schloss Detzel wurde lange als Außenstelle der Neinstedter Anstalten genutzt. Diese diakonische Einrichtung widmet sich der Betreuung von Behinderten und wurde 1844 von dem Haldensleber Ehepaar Marie und Philipp von Nathusius gegründet. Neben ihrer karitativen Arbeit ist Marie Nathusius, geborene Scheele, auch als Autorin von Frauenliteratur bekannt. Sie schuf ebenfalls Melodien und Begleitungen zu Gedichten von Emanuel Geibel, Novalis und Hoffmann von Fallersleben. Das von einem englischen Park umgebene Herrenhaus Detzel steht derzeit leer und sucht nach einer neuen Nutzung. |
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