Die Schlösser Ostfalens
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Böddensell

Bereits 1160 wird der Ort erstmals im Güterverzeichnis des St.-Liudger-Klosters von Helmstedt genannt. Doch schon 1311 wird Böddensell zum ersten Mal, 1498 zum zweiten Mal wüst.

Erst im Jahre 1733 legt Jakob Karl Schenck von Flechtingen auf dem Jahre vorher ererbten Boden wieder ein Gut an und erbaut ein adliges Haus und später auch eine Kapelle.

Das denkmalgeschützte Gutshaus präsentiert sich dem Besucher in einer mit Backsteinen ergänzten Bruchsteinfassade mit Sandsteineinfassungen an Fenstern und Türen. Das Portal weist auf das bereits erwähnte Erbauungsjahr 1733 hin. An der Rückseite des Hauses befindet sich ein Fachwerkanbau. Beeindruckend sind die mit Sandsteinplatten ausgelegte Diele mit der breiten Treppe sowie gut erhaltene Verzierungen und Kamine im Inneren des alten Gebäudes.

Etwa 1947 wurden der Kindergarten der Gemeinde und die unteren Schulklassen im Gutshaus untergebracht. Wohnungen wurden ebenfalls eingerichtet. Heute ist das Gebäude in Privatbesitz und wird liebevoll gepflegt und restauriert.

Der Park umschließt das Gutshaus von drei Seiten. Viele alte Bäume sowie kleine Wasserstellen und -gräben machen ihn zu einer grünen Oase.

In der Nähe des Gutshauses (Straße "Zum Schloss") befindet sich auch eine sehenswerte Villa. Der Putzbau mit Rundbogenfenstern stammt aus dem Jahr 1926. Eine breite Treppe führt zu dem von vier Säulen getragenen Eingangsbereich hinauf.

Die Villa, früher Sitz der Familie Hülsebusch, wurde nach dem II. Weltkrieg u.a. von Gemeindeverwaltung und Kindergarten genutzt. Sie befindet sich ebenfalls in Privateigentum.