Die Schlösser Ostfalens
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Bartensleben

Vorläufer des Schlosses in Groß Bartensleben war eine Wasserburg, an dem umlaufenden Grabensystem noch heute gut zu erkennen. Der bestehende Sandsteinqauderbau aus drei Flügeln mit Mansardwalmdächern entstand Mitte des 18. Jahrhunderts. Er präsentiert einen späten Barockstil mit Ansätzen der friderizianischen Klassik. Der Hauptteil des Innenschmucks ist spätes Rokoko.

Der südliche Seitenflügel wurde unter Verwendung älterer Reste erbaut und geht im Kern auf das 16. Jahrhundert zurück (1578). Die "Wiederverwertung alter Baumaterialien" ist auch an verschiedenen Inschriften von 1471, 1567 und 1578 zu erkennen.

Die Seitenflügel sind schmucklos, der Haupttrakt ist in 13 Achsen zum Park und neun Achsen zum Ehrenhof gegliedert. Der stark vorspringende und erhöhte Mittelrisalit zur Hofseite ist durch monumentale ionische Pilaster gegliedert. Über dem Mittelportal kann man auf einem Balkon zum Park sehen.

Die Geschicke der Burg wurden über Jahrhunderte von der Familie von Veltheim gelenkt. Das Schloss kam durch einen Lehensbrief des Erzbischofs von Magdeburg am 18. Oktober 1400 in den Besitz Ludolfs I. von Veltheim. Hilmar I. von Veltheim wurde 1467 wiederum mit Bartensleben belehnt. Auf der heutigen Schloss-Insel befand sich damals eine große Burg mit drei Vorburgen. Seine Nachfahren erbauten das jetzige Barockschloss.

1945 wurde die Familie enteignet, die sowjetische Besatzung und die NVA nutzten das Schloss. Dann diente es als Frauenklinik und bis 1991 als Altersheim. Seitdem steht es leer.